Archive for the 'exhibition' Category

Re-Imagining Asia

Hallo zusammen,

heute habe ich einen Konferenztipp für euch: Das Haus der Kulturen der Welt (auch “Schwangere Auster” genannt) lädt ein zu einer dreitägigen Konferenz mit dem Titel:

Re-Imagining Asia – Neue Kontexte Konferenz
14.03.2008 – 16.03.2008

Erwähnenswert ist vor allem die Einleitung, die Homi K. Bhabha am ersten Konferenztag hält (Freitag 14. März um 19.30h) – ein wahrer Spezialist in seinem Fach. Bestimmt sehens- und hörenswert (http://de.wikipedia.org/wiki/Homi_K._Bhabha).

Mehr Infos zur Konferenz direkt vom Haus der Kulturen der Welt:

“Europa gilt es zu provinzialisieren, so das provokante Schlagwort des indisch-amerikanischen Historikers Dipesh Chakrabarty in seinem Buch „Provincializing Europe“. Im Zuge der Globalisierung, so Chakrabarty, ist es an der Zeit, anstatt Moderne und Tradition dualistisch entgegenzusetzen, verdrängte Geschichten in die eurozentrische Weltsicht einzuschreiben.
Auch der Kunstbetrieb neigt oftmals zur internationalen Arbeitsteilung: Für die Theorie sind dann westliche Beteiligte zuständig, für die zu betrachtende Praxis die Nichteuropäer. Dagegen stellen in der Konferenz zu Re-Imagining Asia asiatische Künstler und Theoretiker die vorherrschende (westliche) Deutungshoheit und Ausstellungspraxis zur Diskussion.
Wie lässt sich asiatische Kunstproduktion jenseits der eurozentrischen Sicht auf Globalisierung anders denken? Den Auftakt gibt Homi K. Bhabha, der mit seinem Konzept der Hybridität einen zentralen Beitrag zur postkolonialen Theorie leistet.

Programm
Fr 14.3., 19.30 h
Keynote: Homi K. Bhabha
Sa 15.3. 15-20 h
Panel: Ranjit Hoskoté, Dichter, Kunstkritiker, Übersetzer und Vorsitzender des PEN-Clubs Indien. Ming Tiampo, Kuratorin und Kunstgeschichtlerin mit dem Schwerpunkt zu Fragen kultureller Übersetzung und Übertragung
und die Künstler der Ausstellung Re-Imagining Asia: Parastou Forouhar, Deutschland, Michael Joo, USA, Sun K. Kwak, USA, Song Dong, VR China, Muneteru Ujino, Japan
So 16.3.
14 h Führung
15 h Abschluss-Statement: Ming Tiampo, Princeton University
Die Konferenz wird vom 17. – 18. März in London fortgesetzt.

Die Konferenz findet übrigens im Rahmen des gleichnamigen Festivals Re-Imagining Asia statt, das ebenfalls am 14. März startet und eine Ausstellung, Filme, ein Literaturfestival, Tanz, und Workshops für euch bereithält. Zu sehen ist das Ganze bis zum 18. Mai 2008 im Haus der Kulturen der Welt.

Interessante Asia-Wochen wünscht,
Sonja

Links:
http://www.hkw.de/de/programm2008/re_asia/_re_asia/projekt-detail_3_20699.php
http://www.hkw.de/de/programm2008/re_asia/_re_asia/projekt-detail_re_asia.php

Vernissage “Tausendundeine Seide”


Vernissage “Tausendundeine Seide”

Hallo!
Hier ein paar Eindrücke von der gelungenen Vernissage “Tausendundeine Seide” mit Bildern von Danilo Maestosi am letzten Samstag. Den Künstler seht ihr lächelnd in der Mitte des Fotos. Mehr Fotos findet ihr unter “Artists & Artworks” an der Seite.
Es war ein wirklich schöner Abend mit leckeren italienischen Häppchen, guter Musik und natürlich Danilos Bildern. Bis zum 27. Juli könnt ihr diese noch in der Galerie Medial in Berlin-Friedrichshain anschauen.
Viel Spaß!
Eure Sonja

Links:
http://www.galerie-medial.de/Vernissage/vernissage.html

…in eigener Sache… Ausstellung “Tausendundeine Seide” 30. Juni bis 27. Juli 2007


Träumen von den Feldern des Priesters Gianni

Hallo!
Diesmal geht es ausnahmsweise nicht um chinesische Kunst, sondern um eine Ankündigung in eigener Sache:
Am Samstag den 30. Juni 2007 eröffnen wir die Ausstellung Tausendundeine Seide mit Arbeiten des italienischen Künstlers Danilo Maestosi um 19h in der Galerie Medial in Berlin-Friedrichshain. Der Künstler ist anwesend.
Ihr seid herzlich zur Vernissage eingeladen. Unten findet ihr ein paar Infos zu Danilos Arbeiten.
Viel Spass. Wir freuen uns auf Euch.
Liebe Grüße,
Sonja

Tausendundeine Seide
Eine Austellung mit Bildern von Danilo Maestosi
30. Juni bis 27. Juli 2007

Vernissage: 30. Juni 2007, 19h

“Als Kind hat Danilo Maestosi häufig seinem Vater, einem Seidenhändler, bei der Auswahl von Stoffmustern zugesehen. Und während der Vater konzentriert mit den Fingern über die Seide strich und sie prüfte, träumte er sich in die vor ihm ausgebreiteten Märchen aus tausendundeiner Seide. Viele Jahre später hat Danilo Maestosi die Herkunftsorte dieser Märchen besucht, ist nach Sarmakand, nach Damaskus und Palmyra und entlang der Seidenstraße gereist. Die hier entstandenen Eindrücke hat Danilo Maestosi in einer Serie über die Seidenstraße in leuchtenden Bildern voller Strahlkraft festgehalten, die nun erstmals in Berlin zu sehen sind.”

Danilo Maestosi
1944 in Rom geboren, ist Journalist für Kunst, Archäologie und Architektur beim Il Messaggero in Rom. Seit 1999 stellt er eigene Bilder aus.

Ausstellungen
Le mille e una seta (Rom, Museo del Vittoriano, 2006)
Ukiyo e altri miraggi (Rom, Galleria della Tartaruga; Tagliacozzo, Galleria Ammaturo, 2005)
Visionaria – Happening (Rom, Auditorium di piazza Adriana, 2004)
Lunario (Rom, Museo del Vittoriano, Galleria Faleria; Ravello, Palazzo Sasso, 2004; Potenza, Galleria Memoli; Tagliacozzo, Galleria Ammaturo 2005; Neapel, Galleria Pigrecoemme 2006)
Isole (Rom, Galleria Faleria; Ravello, Villa Rufolo 2003)
Grottesche (Ravello, Villa Rufolo, 2003)
Matrici (Salerno, Selezioni d’arte Figliolia, 2002)
Mediterraneo e altri mari (Ravello, Villa Rufolo, 2001; Nocera, Galleria Il Ponte, 2002)
Paesaggi infiniti (Salerno, Palazzo Genovesi, 2001)
Soglie e mandala (Ravello, Villa Rufolo, 2000)
Come ombre sui muri (Ravello, Palazzo della Marra, 1999; Roma Libreria del Manifesto, 2000)

Kontakt
Galerie Medial, Krossener Str. 34, 10245 Berlin-Friedrichshain,
030-29 35 08 93, info@galerie-medial.de, www.galerie-medial.de

Öffnungszeiten
Dienstags bis donnerstags 14-19h und nach telefonischer Vereinbarung.

Koordination
Janika Gelinek und Sonja Longolius

2x China in Berlin: Festival “Umweg über China” & Ausstellung “Humanismus in China”

Kang Taisen 1996 Beijing

Hallo!
Lange gab’s keine Neuigkeiten auf dieser Seite – das soll sich jetzt schnellstmöglich ändern mit den folgenden zwei China Kulturtipps für Berlin:

Bisher leider ungesehen möchte ich Euch auf das Festival Umweg über China aufmerksam machen, dass seit dem 1. Juni und nur noch bis zum 10. Juni im Hebbel am Ufer (HAU 1) läuft. Das Angebot reicht von Ausstellungen zeitgenössischer Künstler (z.B. Video- und Installationskünstler Wang Jianwei) über Vorträge bis hin zu Filmvorführungen. So zeigt am 9. Juni um 15h etwa der Regisseur Shen Xiaomin seinen Film “798″ über das Künstler- und Galerienviertel Dashanzi – heute so etabliert wie etwa der Prenzlauer Berg, aber im Rückblick betrachtet sicherlich wichtigster Startpunkt für viele Pekinger Künstler. Also beeilt Euch, denn schon Sonntag ist’s wieder vorbei.

Mein zweiter Tipp ist die Ausstellung Humanismus in China – ein fotografisches Portrait im Museum für Fotografie. Die Ausstellung kommt vom Guangdong Museum of Art in Guangzhou und zeigt fast 600 Fotos aus fünf Jahrzehnten der chinesischen Dokumentarfotografie. Auf der Homepage heißt es dazu: “Das Museum für Fotografie übernimmt diese facettenreiche Ausstellung unverändert und unkommentiert. Denn so kann dieser ‘Blick der Chinesen auf sich selbst’ ein erster Schritt sein, sich dem fernen unbekannten Land in kultureller Hinsicht neu zu nähern.” Das klingt spannend und ein bißchen gewagt. Die Ausstellung ist noch bis zum 8. Juli geöffnet und sicherlich lohnenswert – auch zum Diskutieren über so etwas wie “den Blick der Chinesen auf sich selbst”.
Wie immer gibt’s mehr Infos unter den Links unten oder rechts in der Linkliste.

Ich hoffe, Euch ein paar gute Anregungen gegeben zu haben und wünsche viel Spaß! Ich freue mich auf Eure Tipps!

Bis bald,
Sonja

Links:
http://www.hebbel-am-ufer.de/de/spielplan_1_hau1.html?HAU=1
http://www.smb.spk-berlin.de/smb/kalender/details.php?objID=12865〈=de&typeId=10

Inferno in Paradise


Chi Peng “I Kiss Me” 2005 Fiberglas
in der Ausstellung “Made in China” Berlin 2006
Foto Eva Knoll

Wie das immer so ist… Seit wir im letzten Sommer mit der Unterstützung von Alexander Ochs Arbeiten des Künstlers Chi Peng in unserer Ausstellung Made in China zeigen konnten, bekomme ich ab und an Einladungen zu Ausstellungseröffnungen in Ochs’ Berliner Galerie in der Sophienstr. 21. Bisher habe ich es noch nie – und ich meine nie – geschafft zu einer Vernissage in die nur wenige S-Bahnstationen von mir entfernte Galerie zu gehen. Und wie es der Teufel so will: diesen Freitag werde ich es wieder nicht schaffen.
Wer also Zeit und Lust hat: Gezeigt wird die Ausstelllung Inferno in Paradise: 10 Years zum 10. Geburtstag der Galerie. Kuratiert hat die Ausstellung Reinhard Spieler, der ehemalige Direktor des museum franz gertsch (Burgdorf).
In der Einladung heißt es:
“Die Ausstellung Inferno in Paradise vereint 19 künstlerische Positionen, aus ganz Europa und Asien, in verschiedensten Medien wie Malerei, Holzschnitt, Skulptur, Installation und Video. In pointierten Gegenüberstellungen werden Gegensätze, aber auch Verwandtschaften in künstlerischen Ideen und Strategien aus West und Ost miteinander konfrontiert. Spieler hat nicht nur einzelne künstlerische Positionen als Gegensätze inszeniert, sondern auch ganze Themenbereiche: So stehen Bilder einer ästhetisierten und idealisierten Natur (Wolfgang Laib, Franz Gertsch, Yoshihiro Suda, Heribert C. Ottersbach, Wang Yin) Bildern vom traumatisierten Menschen gegenüber (Marlene Dumas, Yang Shaobin, Yoo Junghyun, Fang Lijun). Inferno in Paradise lässt sich konsequent auf beide Kulturkreise beziehen: Einerseits auf Entwicklungen im heutigen China, das sich einem turbokapitalistischen Flächenbrand ausgesetzt sieht – andererseits aber auch auf Europa, dessen Wohlstandsperspektive von eben dieser wirtschaftlichen Konkurrenz aus dem fernen Osten bedroht zu sein scheint.”
Viel Spaß – und schreibt mal eine kleine Kritk. Die Ausstellung läuft übrigens bis zum 26. Mai 2007 – vielleicht schaffe ich es ja dann selbst noch (ich werde berichten…).

Eure Sonja
Link: http://www.alexanderochs-galleries.de/content.html

P.S. Schaut Euch ebenfalls mal den Artikel von Stacey Duff über die Künstler- und Galerienszene in Beijing an – interessante Probleme und Entwicklungen!
Link: http://www.artnet.de/magazine/usa/features/duff04-18-07.asp